Die Liegenschaft an der Poststrasse 6/8/10 in Dietikon wurde 1963 im Auftrag von J. Galletti, Zürich, durch den Architekten J.L. Seiler geplant und erstellt. Das Objekt war bis auf strukturelle Veränderungen im Untergeschoss und den Dachabschlüssen des Kopfbaus weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben und stark sanierungsbedürftig.
Die übertiefen, einseitig orientierten Wohnungsgrundrisse wurden strukturell verbessert. Es entstanden durchgehende, zweiseitig orientierte Wohnungen mit grossen Wohn- Essräumen und offenen, angegliederten Küchen.
Ziel war es, die Volumetrie des Gebäudes zu klären und die bestehenden Wohnungen zu modernisieren ohne dabei den Charakter des 60-er Jahre Gebäudes zu zerstören.
Bauherrschaft:
ZURIMO ‚B’ Immobilien AG, Zürich
Totalunternehmung:
CORTI Total Services AG, Winterthur
Architektur:
Dubach Holzinger Architekten, Zürich
Bauingenieur:
Caprez Ingenieure, Zürich
Elektroplaner:
Scherler AG, Winterthur
Haustechnik:
3-Plan Haustechnik AG, Winterthur
Beschriftung / Grafik:
Emanuel Tschumi
Dokumentation / Fotos:
Hannes Henz
Wohn- und Geschäftshaus
Poststrasse 6-10, Dietikon
43 Wohnungen (1.5 – 5.5 Zimmer)
ca. 800m2 Laden-/ Gewerbefläche
Die Gebäudehülle wurde dort, wo technisch sinnvoll, aussengedämmt, risssaniert und neu gestrichen. Das Flachdach wurde komplett erneuert, ebenso die Terrassen der Attikawohnungen. Die doppelverglasten Holzfenster waren undicht, schalltechnisch ungenügend und wurden ersetzt. Die Balkonschicht erfuhr eine Auffrischung. Helle Farben reflektieren das Tageslicht bis tief in die dahinter liegenden Wohnräume, Balkonvorhänge schaffen eine verspielte, mediterrane Atmosphäre und ermöglichen eine Vielfalt von räumlichen Situationen. Die Hauszugänge wurden aufgewertet. Das Ladengeschoss wurde bis auf den Ersatz der Schaufensterfront weitgehend im heutigen Zustand belassen.
Neben den strukturellen Eingriffen wurden in den Wohnungen die haustechnischen Installationen vollständig erneuert und reorganisiert. Die Sanitärzellen und Küchen wurden komplett erneuert. Bestehende Oberflächen wurden ausgebessert und ergänzt, die Wohnungen erhielten einen neuen Anstrich sowie neue Bodenbeläge.
In Zusammenarbeit mit dem Grafiker Emanuel Tschumi wurde neben einem Gesamtbeschriftungskonzept ebenso eine Gestaltung der Vorhänge erarbeitet, welche durch eine Art ‚Buchstabensuppe‘ vor allem die Südfassade bespielt.