Die Aufgabe
Studienauftrag auf Einladung zur Erlangung von Projekten für die Erweiterung der heutigen Schulanlage in Alpnach OW. Die heutige Schulanlage, bestehend aus den 1916, 1958 und 1991 erstellten Schultrakten soll mit einem zusätzlichen Schultrakt ergänzt werden.
Die Situation
Der Schulhausneubau orientiert sich mit seinen Klassenzimmern zum Dorf hin und bildet den Schlusspunkt der bestehenden Schulanlage. Zusammen mit dem Schwesternhaus, den künftigen Neubauten und dem Primarschulhaus wird ein neuer Platz aufgespannt. Der 'Glashof' wird neu definiert.
Die Etappierung
Die periphere Stellung des Neubaus innerhalb des Planungsperimeters gewährt eine maximale Planungsfreiheit für die weiteren Ausbauetappen. Die in der Etappierung vorgeschlagenen freistehenden Gebäudekörper vermitteln zwischen der Schulanlage und der kleinmassstäblichen Bebauungsstruktur des angrenzenden Quartiers. Es sind nutzungsneutrale Einzelvolumen, welche neben der relativ kleinräumigen Schulnutzung auch andere grossräumigere Nutzungsmöglichkeiten offen lassen, wie zum Beispiel einen Gemeindesaal oder eine Turnhalle.
Arbeitsgemeinschaft:
Reinhard Architekten, 6370 Stans
Dubach Holzinger Architekten, 8008 Zürich
Mitarbeit: A. Rummel, S. Baumgartner
Der Neubau
Der eigenständige, einbündige Schulhaustrakt übernimmt die Geschossigkeit und Volumetrie des Gebäudes von 1958 und schliesst die Anlage nach Osten ab. Der Neubau wird über ein einladendes Foyer vom 'Glashof' her erschlossen.
Eine grosszügige Treppe führt in die oberen Geschosse und ins Sockelgeschoss. Die Anlieferung der Werkräume im Sockelgeschoss erfolgt über eine Rampe. Der dem Neubau vorgelagerte bekieste Aussenbereich dient dem Arbeiten im Freien.
Die Anbindung an die bestehende Schulhausanlage erfolgt über einen Verbindungssteg in den Obergeschossen und über einen Durchgang im Sockelgeschoss.
Eingang / Foyer
Das Foyer ist Schaufenster, gedeckte Innen- Aussenzone, Aussichtsplattform und Treffpunkt. Es bietet Raum für kleinere Veranstaltungen wie Theater, Konzerte, Ausstellungen und dergleichen.
Erschliessungszone / Gang
Grosszügige Fensternischen als Sitzgelegenheit bieten spannende Ausblicke und machen die Gänge zu attraktiven Aufenthaltszonen für die Schüler.
Schulzimmer
Die Schulzimmer sind nutzungsneutral, hell, mit viel Wandflächen und erlauben eine flexible Möblierung.